Ist gegen kommunale Steuerbescheide der Einspruch zuständig?

Nein, da die Abgabenordnung, insbesondere § 347, auf Gemeindesteuern nicht anwendbar ist. Stattdessen gilt hier das allgemeine Verwaltungsrecht, wonach gegen Verwaltungsakte der Widerspruch zulässig ist (§ 68 Abs. 1 VwGO). Im Gegensatz zu den meisten Rechtsgebieten ist im Kommunalabgabenrecht der Widerspruch bisher nicht abgeschafft worden (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des bayerischen Ausführungsgesetzes zur Verwaltungsgerichtsordnung/AGVwGO).

Kann man einem Steuerbescheid widersprechen?

Ja. Der Widerspruch gegen Steuerbescheide und alle anderen Verwaltungsakte des Finanzamts wird als Einspruch bezeichnet (§ 347 der Abgabenordnung).

Ausgeschlossen ist der Einspruch gemäß § 348 AO nur gegen Einspruchsentscheidungen (also ein zweiter Einspruch), gegen VAs oberster Landes- und Bundesbehörden, gegen Entscheidungen in Steuerberatersachen sowie gegen ganz spezielle, praktisch kaum relevante Allgemeinverfügungen.

Was ist nicht abnutzbares Anlagevermögen?

Hierzu zählen nur Grundstücke (nicht aber Gebäude), Beteiligungen und Wertpapiere.

Alle anderen Gegenstände sind per definitionem abnutzbar und es müssen folglich auch Abnutzungen angesetzt werden. Dies gilt auch dann, wenn sich dies im Widerspruch zur Realität verhält, also bspw. eine Geige aufgrund ihres steigenden historischen Werts immer wertvoller wird.