Wie kann eine Dienstreise steuerlich geltend gemacht werden?

Zunächst muss die Reise tatsächlich eine Dienstreise sein, also eine berufliche Veranlassung belegt werden. Fehlt es hieran, ist die gesamte Reise Privatsache.

Bei teilweise beruflicher und teilweise privater Veranlassung müssen die Kosten entsprechend aufgeteilt werden:

  • Übernachtung: Trennung in berufliche und private Tage
  • Reisekosten: Aufteilung nach beruflichen und privaten Anteilen der gesamten Reise
  • Verpflegungskosten: 24 Euro für einen vollen Kalendertag Abwesenheit, jeweils 12 Euro für den Anreise- und Abreisetag (§ 9 Abs. 4a) – jeweils nur für die beruflichen Tage

Was sind Herstellungskosten?

Herstellungskosten sind gemäß § 255 Abs. 2 HGB „die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens“. Hinzu kommen noch allgemeine Betriebskosten zu einem entsprechenden Anteil.

Was ist gewillkürtes Betriebsvermögen?

Als gewillkürtes Betriebsvermögen bezeichnet man Vermögen, das objektiv weder notwendigerweise Privat- noch Betriebsvermögen ist. Der Unternehmer kann dieses Vermögen „willkürlich“ als Betriebsvermögen behandeln, wenn es grundsätzlich dem Betrieb dienen kann und jedenfalls nicht betriebsschädlich ist.

Was sind Anschaffungskosten?

Zu den Anschaffungskosten gehören dem unmittelbaren Kauf- bzw. Herstellungspreis auch die Nebenkosten der Anschaffung wie Vermittlungsprovisionen und Maklergebühren, Grunderwerbssteuer, Versandkosten sowie ggf. Schulungsgebühren.