Wie muss ich das steuerlich berücksichtigen, wenn mein Personal bei mir privat arbeitet?

Beispiel: Jemand hat einen Hausmeisterservice mit Angestellten. Im Herbst lässt er regelmäßig zwei seiner Angestellten seine private Hecke im Garten schneiden.

Dabei handelt es sich um eine Entnahme, da Betriebsmittel für private Zwecke verwendet werden. Man spricht daher von Nutzungsentnahme. Diese wird wie eine Betriebseinnahme behandelt, also werden die anteiligen Betriebsausgaben für diese Angestellten (Lohn) rechnerisch aufgewogen.

Muss ich bei gemischt privat/gewerblich genutzten Gütern Mehrwertsteuer zahlen?

Grundsätzlich muss man natürlich immer zunächst Umsatzsteuer zahlen (Allphasen-Umsatzsteuer). Als Unternehmer kann man sie dann allerdings mit den selbst vereinnahmten Umsatzsteuern verrechnen, sodass man selbst am Ende keine Steuer zahlt. Dies gilt auch für teilweise privat genutzte Güter.

Allerdings wird bei Kraftfahrzeugen gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG für jeden Monat, in dem auch eine private Nutzung erfolgte, 1 % des Listenpreises inklusive Umsatzsteuer als einkommensteuerpflichtige Nutzungsentnahme veranschlagt. Auf diese Weise wird die Umsatzsteuer also zumindest zu einer Rechengröße.