Wann ist Vermietung nicht auf Dauer angelegt?

Keine dauerhafte Vermietungsabsicht liegt dann vor, wenn der Steuerpflichtige damit rechnet, das Mietobjekt innerhalb einer relativ kurzen Zeit wieder zu verkaufen oder selbst zu nutzen. Die Grenze liegt regelmäßig bei ca. fünf Jahren oder wenn er innerhalb der vorgesehenen Haltezeit einen Totalgewinn nicht erzielen kann. Indizien dafür können ein befristeter Mietvertrag, eine kurze Darlehenslaufzeit und eine baldige Maklerbeauftragung oder Anzeigenschaltung sein.

Was ist die Angehörigenrechtsprechung des Bundesfinanzhofs?

Darunter versteht man die Frage, ob Verträge (z.B. Miet-, Darlehens- oder Arbeitsverträge) auch dann steuerlich anerkannt werden, wenn sie zwischen Verwandten (Angehörigen im Sinne von § 15 der Abgabenordnung) geschlossen werden. Entscheidend ist hierbei der sog. Fremdvergleich, also die Frage, ob der Vertrag in zumindest ähnlicher Form auch zwischen nicht verwandten Personen geschlossen worden wäre.