Was ist ein geldwerter Vorteil?

Gemäß § 8 Abs. 2 EStG sind Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge geldwerte Vorteile. Damit unterscheiden sie sich in der steuerlichen Behandlung von unmittelbarem Geldeswert, Abs. 1. Insbesondere gibt es hier einen Freibetrag in Höhe von 44 Euro pro Monat gemäß Abs. 2 Satz 11. Insoweit handelt es sich faktisch um einen steuer- und sozialversicherungsfreien Arbeitslohn.

Wie muss ich das steuerlich berücksichtigen, wenn mein Personal bei mir privat arbeitet?

Beispiel: Jemand hat einen Hausmeisterservice mit Angestellten. Im Herbst lässt er regelmäßig zwei seiner Angestellten seine private Hecke im Garten schneiden.

Dabei handelt es sich um eine Entnahme, da Betriebsmittel für private Zwecke verwendet werden. Man spricht daher von Nutzungsentnahme. Diese wird wie eine Betriebseinnahme behandelt, also werden die anteiligen Betriebsausgaben für diese Angestellten (Lohn) rechnerisch aufgewogen.