Was ist ein Aktivtausch?

Als Aktivtausch bezeichnet man den Erwerb anderer Güter aus seinem Vermögen. Wenn eine Firma bspw. 25.000 Euro ausgibt, um damit ein Auto im gleichen Wert zu kaufen, wird die Firma dadurch weder reicher noch ärmer. Die Aktiva (das Vermögen der Firma) werden lediglich in etwas anderes getauscht. Steuerlich ist dies grundsätzlich unbedeutend.

Es können allerdings Abschreibungen für Abnutzungen (AfA) anfallen.

Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten?

Normalerweise kann man die Renovierungs- und Modernisierungskosten nach dem Erwerb eines Gebäudes sofort als Werbungskosten abziehen, man bekommt also unmittelbar etwas von der Steuer zurück. Dies gilt aber nicht, wenn diese Kosten anschaffungsnahe Herstellungskosten darstellen.

Die anschaffungsnahen Herstellungskosten werden in § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG definiert:

Zu den Herstellungskosten eines Gebäudes gehören auch Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden, wenn die Aufwendungen ohne die Umsatzsteuer 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen (anschaffungsnahe Herstellungskosten).

Sind die Kosten also sehr hoch und fallen sie unmittelbar nach dem Kauf an, so wird praktisch vermutet, dass es sich um einen versteckten Kaufpreis handelt: Das Haus war eben so marode, dass man gleich einiges reinstecken musste. Daher werden die Kosten auch als Anschaffungskosten behandelt und können nur über die Jahre im Wege der Absetzungen für Abnutzungen (AfA) abgeschrieben werden.