Wie wird eine Inzahlunggabe behandelt?

Gibt man einen alten Gegenstand bei der Anschaffung eines neuen in Zahlung (bestes Beispiel: Gebrauchtwagen), so ist der Rest- bzw. Buchwert des alten Gegenstands eine Betriebsausgabe, der dafür gezahlte Gegenwert ist eine Betriebseinnahme. Das Geschäft wird also auch steuerlich so behandelt als hätte man den Gebrauchtwagen zum festgesetzten Preis verkauft.

Was ist eine stille Last?

Als stille Last bezeichnet man es, wenn ein Vermögensposten tatsächlich weniger wert ist als sein Buchwert. Wird ein Firmenauto bspw. über sechs Jahre abgeschrieben, ist sein Wert nach drei Jahren noch 50 % des Anschaffungswerts. Wenn das Auto aber mittlerweile sehr ramponiert ist, kann es auch einen deutlich niedrigeren Zeitwert haben. Diese Wertdifferenz taucht zunächst nicht in den Büchern auf, sie stellt daher eine „stille Last“ dar.

Das Gegenteil ist die stille Reserve.

Was ist eine stille Reserve?

Steigt der Wert eines Grundstücks über die Jahre, so handelt es sich damit noch nicht um einen Gewinn im steuerrechtlichen Sinne Vielmehr ist dies lediglich eine sog. „stille Reserve“, die man durch Verkauf realisieren kann. Erst, wenn dies aber wirklich geschehen ist, kann der Gewinn besteuert werden.

Bei der Überschussrechnung gilt dies allerdings nicht, hier muss dieser Vermögenszuwachs grundsätzlich nicht versteuert werden. Relevante Ausnahmen gibt es nur bei Immobilien, die innerhalb von zehn Jahren wieder verkauft werden, sowie bei Wertpapieren.