Darf das Finanzamt ins Blaue hinein ermitteln?

Nein, das nicht, es muss zumindest einen nachvollziehbaren Anhaltspunkt geben. Besteht ein solcher Anfangsverdacht (Beispiel: jemand inseriert eine ausländische Immobilie und es ist bekannt, dass solche Anschaffungen oft mit Schwarzgeld finanziert wurden), kann die Steuerfahndung tätig werden. Diese ist auch für die „Aufdeckung und Ermittlung unbekannter Steuerfälle“ zuständig (§ 208 Abs. 1 AO).

Wie werden Wertverluste von Betriebsvermögen bilanziell und steuerlich behandelt?

Beim Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG sind solche Wertverluste grundsätzlich in der Bilanz auszuweisen. Bei der Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG gilt dies aber nicht; will ein solche Unternehmer die Verluste geltend machen, kann er kurzfristig auf § 4 Abs. 1 wechseln. Bei der Berechnung der Überschusseinkünfte nach § 8 gibt es kein Betriebsvermögen, sodass sich die Frage nicht stellt.

Wie werden Wertsteigerungen von Betriebsvermögen bilanziell und steuerlich behandelt?

Grundsätzlich gar nicht. Eine Aufdeckung von Wertzuwächsen erfolgt erst dann, wenn die Wirtschaftsgüter das Betriebsvermögen verlassen, also bei Veräußerung oder Entnahme. Dies gilt sowohl beim Betriebsvermögensvergleich als auch bei der Einnahmenüberschussrechnung.

Anders ist dies dagegen bei Wertverlusten.