Wie werden Rabatte durch den Arbeitgeber steuerlich behandelt?

Gemäß § 8 Abs. 3 EStG werden vom Wert der Produkte zunächst 4 % abgezogen. Danach wird der tatsächlich vom Arbeitnehmer gezahlte Preis abgezogen und so der Rabatt errechnet. Für alle diese Rabatte gibt es nochmal 1080 Euro Freibetrag pro Jahr.

Beispiel:
Arbeitnehmer kauft von seinem Arbeitgeber eine Küche (Wert: 10.000 Euro) zum Vorzugspreis von 7000 Euro. Vom Wert werden zunächst 4 % abgezogen, es bleiben also noch 9600 Euro übrig. Gezahlt wurden 7000 Euro, es gab also 2600 Euro Rabatt. Wenn der Arbeitnehmer keine weiteren Rabatte in diesem Jahr bekommen hat, kann er den kompletten Freibetrag (1080 Euro) abziehen, es bleiben also noch 1520 Euro übrig, die das zu versteuernde Einkommen erhöhen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Dienstfahrt und dem Arbeitsweg?

Als Arbeitsweg bezeichnet man die Fahrt zwischen Privatwohnung und erster Tätigkeitsstelle. Da die Arbeit an sich eine Bringschuld ist, ist der Weg zur Arbeit auch Privatsache des Arbeitnehmers. Wir sie trotzdem bezahlt, handelt es sich um eine Form von Arbeitslohn. Steuerfrei ist insoweit allerdings eine vom Arbeitgeber organisierte Sammelbeförderung (z.B. ein Werksbus, § 3 Nr. 32).

Demgegenüber ist eine Dienstfahrt eine Fahrt zu einem anderen Ort auf Anweisung des Arbeitgebers. Diese Fahrt ist keine Bringschuld, der Arbeitnehmer muss sie also auf jeden Fall als arbeitsvertragliche Pflicht unternehmen. Damit kann es sich insoweit auch um keinen verkappten Arbeitslohn handeln.

Bei wem ist eine Außenprüfung zulässig?

Gemäß § 193 Abs. 1 AO ist eine Außenprüfung grundsätzlich zulässig bei Selbstständigen, bei Freiberuflern sowie bei Land- und Forstwirten. Die Überlegung dahinter ist, dass diese in erster Linie aufgrund ihrer eigenen Angaben besteuert werden, also keine neutralen Dritten (der Arbeitgeber bei Lohneinkünften, die Bank bei Kapitalertrag) gibt, die Daten übermitteln.

Hinzu kommen noch die Steuerpflichtigen im Sinne des § 147a. Dies sind gut situierte Privatleute, die sog. Einkommensmillionäre (nach DM-Maßstäben, heute eben 500.000 Euro), die man deswegen prüfen darf, weil bei ihnen relativ viel zu holen ist.

Bei anderen Steuerpflichtigen ist die Außenprüfung gemäß § 193 Abs. 2 nur unter engeren Voraussetzungen möglich.