Wann ist eine Tatsache nachträglich im Sinne des § 173 AO bekannt geworden?

Eine Tatsache ist dann „nachträglich“ und kann zu einer Änderung gemäß § 173 der Abgabenordnung führen, wenn sie der Behörde zum Zeitpunkt des letzten Willensbildungsakts zur Entscheidung in der Sache nicht bekannt war. Dabei gilt alles, was in den Steuerakten steht, als bekannt – unabhängig davon, ob es dem konkret handelnden Beamten bewusst war.