Was ist eine stille Reserve?

Steigt der Wert eines Grundstücks über die Jahre, so handelt es sich damit noch nicht um einen Gewinn im steuerrechtlichen Sinne Vielmehr ist dies lediglich eine sog. „stille Reserve“, die man durch Verkauf realisieren kann. Erst, wenn dies aber wirklich geschehen ist, kann der Gewinn besteuert werden.

Bei der Überschussrechnung gilt dies allerdings nicht, hier muss dieser Vermögenszuwachs grundsätzlich nicht versteuert werden. Relevante Ausnahmen gibt es nur bei Immobilien, die innerhalb von zehn Jahren wieder verkauft werden, sowie bei Wertpapieren.

Was sind Gewinneinkünfte und was Überschusseinkünfte?

Gemäß § 2 Abs. 2 Satz 1 EStG werden die Einkünfte je nach Einkunftsart unterschiedlich berechnet.

Gewinneinkünfte errechnen sich – ganz grob gesagt – durch Abzug der Ausgaben von den Einnahmen. Diese Art der Einkunftsermittlung geschieht bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieben und selbstständiger Arbeit.

Überschusseinkünfte sind dagegen die Einkünfte nach Abzug der Werbungskosten. Diese werden bei nichtselbstständiger Arbeit (also als Arbeitnehmer), bei Kapitaleinkünften, bei Vermietung und Verpachtung sowie den sog. „sonstigen Einkünfte“ als Grundlage für die Besteuerung verwendet.