Was ist der Unterschied zwischen einer Dienstfahrt und dem Arbeitsweg?

Als Arbeitsweg bezeichnet man die Fahrt zwischen Privatwohnung und erster Tätigkeitsstelle. Da die Arbeit an sich eine Bringschuld ist, ist der Weg zur Arbeit auch Privatsache des Arbeitnehmers. Wir sie trotzdem bezahlt, handelt es sich um eine Form von Arbeitslohn. Steuerfrei ist insoweit allerdings eine vom Arbeitgeber organisierte Sammelbeförderung (z.B. ein Werksbus, § 3 Nr. 32).

Demgegenüber ist eine Dienstfahrt eine Fahrt zu einem anderen Ort auf Anweisung des Arbeitgebers. Diese Fahrt ist keine Bringschuld, der Arbeitnehmer muss sie also auf jeden Fall als arbeitsvertragliche Pflicht unternehmen. Damit kann es sich insoweit auch um keinen verkappten Arbeitslohn handeln.

Wie wird es steuerlich behandelt, wenn ich einen Anteil verkaufe, in dem bereits ein Gewinnanteil steckt?

Zunächst einmal eine kurze Klarstellung, worum es hier eigentlich geht: Ein Unternehmen kann seinen Gewinn an die Anteilseigner ausschütten. Das ist dann Kapitalertrag und wird mit 25 % Kapitalertragsteuer belegt, eine Einkommenversteuerung findet nicht statt. Das Unternehmen kann aber auch auf die Ausschüttung verzichten, den Gewinn im Unternehmen behalten und ggf. weiter investieren. Dann sehen die Gesellschafter nichts von dem Geld, aber ihre Anteile werden mehr wert.

Verkauft man nun im letzteren Fall die Anteile, erzielt man einen höheren Erlös, da man den aufgelaufenen Gewinn, der nun Teil des Unternehmens ist, quasi „mitverkauft“. Darauf muss man aber dann Einkommensteuer zahlen, unter Umständen deutlich mehr als 25 %.

Weil dies möglicherweise zu ungerechten Ergebnissen führen würde, wird hier das sog. Teileinkünfteverfahren angewandt: Gemäß § 3 Nr. 40 Satz 1 c) EStG bleiben 40 % der Verkaufswerts steuerfrei; gleichzeitig kann man natürlich auch nur 40 % des damaligen Einkaufswerts abziehen (§ 3c Abs. 1 Satz 1). Im Endeffekt tauchen also lediglich 60 % des tatsächlichen Gewinns in der Steuer auf.

Wie werden Spiel- und Wettgewinne steuerlich behandelt?

Derartige Gewinne sind grundsätzlich steuerfrei. Sie gelten nicht als Gewerbe, da ihnen regelmäßig sowohl das Merkmal der Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr als auch der Leistungsaustausch fehlt. Gewinne aus Fernsehshows gelten nur dann als gewerblich, wenn sie aufgrund einer auf Dauer gerichteten Tätigkeit entstehen, also nicht an einem Abend, sondern durch ggf. zahlreiche aufeinander aufbauende Sendungen erspielt werden.