Was passiert, wenn ein noch nicht abgeschriebener Posten aus dem Sammelpostenverfahren verkauft wird?

Gemäß § 6 Abs. 2a Satz 3 bleibt das Wirtschaftsgut im Sammelposten enthalten, da dieses Verfahren eben eine Pauschalierung darstellt. Trotzdem wird der Veräußerungserlös aber sofort und vollständig zur Betriebseinnahme, sodass der Wert des Guts eine Zeit lang doppelt in den Büchern vorkommt.

Was sind Sammelposten?

Für einzelne Wirtschaftsgüter eines bestimmten Anschaffungsjahrs, die jeweils zwischen 150,01 und 1000,00 Euro gekostet haben, kann (muss aber nicht) gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet werden, um die komplizierten AfA-Abschreibungen zu vermeiden. Dieser Sammelposten wird dann – egal, wieviel er insgesamt wert ist und welche Lebensdauer die darin enthaltenen Gegenstände haben – pauschal auf fünf Jahre abgeschrieben.

Allerdings ist hier keine sog. „Rosinenpickerei“ möglich. Es müssen entweder keines oder alle Wirtschaftsgüter in dieser Preisspanne in den Sammelposten eingebracht werden, siehe Satz 5 der Vorschrift. Damit soll verhindert werden, dass Waren mit einer geringeren Lebensdauer (und damit kürzeren Abschreibungsdauer) herausgenommen werden.