Wie wird eine Novation (Schuldumschaffung) steuerlich behandelt?

Vereinbaren der Gläubiger und der Schuldner, dass die Schuld zukünftig aus einem anderen Rechtsgrund geschuldet werden soll, so liegt ein gleichzeitiger Zufluss und Abfluss vor.

Beispiel: Verkäufer und Käufer vereinbaren, dass der ausstehende Kaufpreis nun als Darlehen anzusehen ist. Dann wurde praktisch das Darlehen ausbezahlt und aus diesem Geld der Kaufpreis bezahlt, also eine Einnahme erzielt.

Wie werden Einnahmen bei Gesamtgläubigern verbucht?

Steht mehreren Gläubigern eine Leistung gemeinsam zu, so entfällt auf jeden der Gläubiger ein gleichmäßiger Anteil, unabhängig davon, an welchen der Gesamtgläubiger geleistet wird. Der Zeitpunkt der Einnahme ist der Moment, an dem an diesen Gläubiger geleistet wird, nicht der Zeitpunkt der Weiterleitung.

Ist die GmbH und Co. KG eine transparente oder eine intransparente Gesellschaft?

Auch diese Gesellschaft ist nur eine normale Kommanditgesellschaft. Ihre steuerliche Behandlung richtet sich also nach der KG und diese ist transparent. Somit muss keine Körperschaftsteuer gezahlt werden, der Gewinn/Verlust wird jedem Gesellschafter als gewerbliche Einnahme angerechnet.

Der auf die GmbH als Gesellschafter der KG entfallende Anteil wird aber von dieser nach den Regeln der (intransparenten) GmbH versteuert – also zunächst Körperschaftsteuer, Ausschüttungen stellen Kapiteleinkünfte dar.

Was ist eine transparente Gesellschaft?

Bei einer transparenten Gesellschaft kann jedem Gesellschafter automatisch persönlich ein Gewinn- bzw. Verlustanteil zugeordnet werden. Dieser Anteil wird dann gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG als gewerbliche Einnahme mit der Einkommensteuer belegt. Die Gesellschaft selbst muss keine Steuer auf ihr Einkommen bezahlen.

Transparente Gesellschaften sind bspw. die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Kommanditgesellschaft (KG).

Der Gegensatz dazu ist die intransparente Gesellschaft.

Was für eine Einnahme ist die Vermietung von Containern?

Die mittlerweile recht beliebte Investition in Frachtcontainer, die auf den Weltmeeren umherfahren, ist natürlich auch steuerlich relevant. Im Ergebnis handelt es sich bei der Vermietung von Containern um sonstige Einnahmen nach § 22 Nr. 3 EStG.

Einen Gewerbebetrieb stellen diese Container normalerweise nicht dar, da es sich um private Vermögensverwaltung handelt. Schließlich will jemand mit diesen Investitionen nicht persönlich in Containergeschäft einsteigen, sondern nur sein Vermögen möglichst sicher und ertragreich anlegen. Was Vermögensverwaltung ist, sagt § 14 Satz 3 der Abgabenordnung sehr deutlich:
Eine Vermögensverwaltung liegt in der Regel vor, wenn Vermögen genutzt, zum Beispiel Kapitalvermögen verzinslich angelegt oder unbewegliches Vermögen vermietet oder verpachtet wird.

Auch an Vermietung wäre in wahrsten Wortsinne zu denken. Allerdings handelt es um keine Vermietung im Sinne des § 21 Abs. 1 EStG, da ein Container weder unbewegliches Vermögen (Nr. 1), noch eine Sachgesamtheit (Nr. 2), noch ein Recht (Nr. 3) ist.

Somit bleiben im Ergebnis nur noch „sonstige Einnahmen“ gemäß § 22 Nr. 3 EStG, nämlich aus der auch beispielhaft dort aufgezählten „Vermietung beweglicher Gegenstände“. Dies hat den (theoretischen) Vorteil, dass die Einkünfte überhaupt nicht versteuert werden müssen, wenn sie nicht mehr als die Freigrenze von 256 Euro im Jahr betragen, was aber bei Containern regelmäßig deutlich überschritten sein dürfte.

Ist ein Höflichkeitsgeschenk eine steuerpflichtige Einnahme?

Sofern dieses Geschenk seine Wurzel im Beruf hat, handelt es sich um Einkünfte aus diesem Beruf, unabhängig davon, ob diese Entlohnung vertraglich vereinbart war oder sonst ein Anspruch darauf bestand. Auch die bloße Dankbarkeit eines Kunden (oder häufig eines Patienten bei Ärzten) reicht als kausale Verbindung zwischen Beruf und Einnahme, sodass Steuerpflicht angenommen wird.

Im Zweifel sollte man seinem Steuerberater den Sachverhalt genau schildern, damit er die steuerliche Deklarationspflicht veranlassen kann.

Soweit es sich um keine einkommensteuerpflichtige Einnahme handelt, ist immer noch möglich, dass Schenkungsteuer anfällt.