Was sind Gewinneinkünfte und was Überschusseinkünfte?

Gemäß § 2 Abs. 2 Satz 1 EStG werden die Einkünfte je nach Einkunftsart unterschiedlich berechnet.

Gewinneinkünfte errechnen sich – ganz grob gesagt – durch Abzug der Ausgaben von den Einnahmen. Diese Art der Einkunftsermittlung geschieht bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieben und selbstständiger Arbeit.

Überschusseinkünfte sind dagegen die Einkünfte nach Abzug der Werbungskosten. Diese werden bei nichtselbstständiger Arbeit (also als Arbeitnehmer), bei Kapitaleinkünften, bei Vermietung und Verpachtung sowie den sog. „sonstigen Einkünfte“ als Grundlage für die Besteuerung verwendet.

Was ist der Unterschied zwischen selbstständigen und gewerblichen Einkünften?

Einkünfte aus Gewerbebetrieben (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und §§ 15 ff. EStG) sind tatsächlich nur solche aus Gewerbetrieben im engeren Sinne, also gewerblichen Unternehmen (auch als Einzelunternehmer) und Personen- bzw. Kapitalgesellschaft.

Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 und § 18 ff. EStG) sind dagegen – weil der gewerbliche Einzelunternehmer ja schon zu den Gewerbebetrieben zählt – in erster Linie freiberufliche Tätigkeiten.