Was ist bloße Vermögensverwaltung?

Reine Vermögensverwaltung liegt vor, wenn lediglich das Vermögen genutzt und Gewinn aus den zu erhaltenden Sachwerten gezogen wird. Eine Umschichtung findet dabei regelmäßig nicht statt. Die Grenze zum Gewerbebetrieb ist dort überschritten, wo eine Beteiligung am wirtschaftlichen Verkehr vorliegt.

Was sind „fiktive Gewerbebetriebseinkünfte“?

Als fiktive Gewerbebetriebseinkünfte gilt der Gewinn aus bestimmten Anteilsverkäufen gemäß § 17 EStG.

Zunächst einmal gilt dieser Paragraph nur für tatsächliches Privatvermögen. Hält jemand solche Beteiligungen als Betriebsvermögen (weil er beispielsweise einerseits eine Druckerei hat, andererseits auch gleich an einer Papiermühle beteiligt ist), so gehören diese Gewinne gemäß § 20 Abs. 8 EStG zu den Gewerbeeinahmen.

Zudem sind das nur dann fiktive Gewerbebetriebseinkünfte, wenn irgendwann innerhalb der letzten fünf Jahre eine Beteiligung von mind. 1 % an der Firma bestand.

Wie werden Spiel- und Wettgewinne steuerlich behandelt?

Derartige Gewinne sind grundsätzlich steuerfrei. Sie gelten nicht als Gewerbe, da ihnen regelmäßig sowohl das Merkmal der Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr als auch der Leistungsaustausch fehlt. Gewinne aus Fernsehshows gelten nur dann als gewerblich, wenn sie aufgrund einer auf Dauer gerichteten Tätigkeit entstehen, also nicht an einem Abend, sondern durch ggf. zahlreiche aufeinander aufbauende Sendungen erspielt werden.

Was ist nicht abnutzbares Anlagevermögen?

Hierzu zählen nur Grundstücke (nicht aber Gebäude), Beteiligungen und Wertpapiere.

Alle anderen Gegenstände sind per definitionem abnutzbar und es müssen folglich auch Abnutzungen angesetzt werden. Dies gilt auch dann, wenn sich dies im Widerspruch zur Realität verhält, also bspw. eine Geige aufgrund ihres steigenden historischen Werts immer wertvoller wird.