In welchen Fällen sind Verlustabzüge verboten?

Aus politischen Gründen können manche Verluste nicht mit Gewinnen verrechnet werden. Beispiele hierfür sind:

  1. Verluste in Nicht-EU-Ländern (§ 2a EStG); Ausgleich nur, wenn sich Gewinne und Verluste auf gleichen Staat beziehen
  2. Verluste aus Gesellschaften, bei denen die Haftung beschränkt ist (§ 15a)
  3. Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen (§ 15b)
  4. Verluste aus Beteiligungsveräußerungen (§ 17 Abs. 2 Satz 6)
  5. Verluste aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 6 Satz 1 bis 3, noch schärfere Sonderregelung in Satz 4)
  6. Verluste im Bereich der sonstigen Einkünfte (§ 22 Nr. 3 Satz 3 und 4)
  7. Verluste bei privaten Veräußerungsgeschäften (§ 23 Abs. 3 Satz 7 und 8)

Ob jeweils ein Verlustabzug nach § 10d EStG möglich ist, muss anhand der Einzelvorschriften entschieden werden.