Was besagt das Las-Vegas-Urteil des Bundesfinanzhofs?

Im Las-Vegas-Urteil hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs die Kosten einer Reise beurteilt. Konkret geht es um Fälle, in denen ein Steuerzahler bspw. drei Tag auf einer Messe fährt, aber noch vier Tage privaten Urlaub dranhängt. Früher galt hier der Grundsatz, dass der private Anteil dazu führt, dass die Anreisekosten (Autofahrt, Zugfahrkarte, Flugticket) nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können.

Das Las-Vegas-Urteil hat diesen Grundsatz nun abgeschafft. Danach können allgemeine Kosten für die Reise entsprechend aufgeteilt werden. Bei drei Tagen Geschäft und vier Tagen Urlaub sind also die Anreisekosten zu drei Siebteln dem geschäftlichen Anteil zuzurechnen und können steuerlich abgesetzt werden.